Dr. Paul Singer und die Geschichte der Shanahan-Auktionen

Dr. Paul Singer und die Geschichte der Shanahan-Auktionen
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Art.Nr.: 9393
ISBN: 9783928277778
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Chronik der Deutschen Philatelie, Sonderband 15

von Wolfgang Maaßen

Format DIN A4, 188 Seiten, 272 Abb., komplett in Farbe, Hardcover, Sonderband 15 der Reihe Chronik der Deutschen Philatelie, © Schwalmtal 2019, ISBN 978-3-928277-77-8

Artikelbeschreibung:

In fünf Jahren zur Weltspitze und ein tiefer Fall

(P*C) Aus dem Nichts tauchte im Februar 1954 ein „Nobody“ namens Dr. Paul Singer in einem kleinen Vorort Dublins, Dun Laoghaire, auf. Er machte aus der kleinen Möbel- und Nachlass-Auktionsfirma Shanahan das weltgrößte Briefmarken-Auktionshaus. Geradezu magisch zog Singer zehntausende Kunden aus aller Welt an. Denn er bot Investitionsmöglichkeiten, wie jeder innerhalb kürzester Zeit sein in Briefmarken angelegtes Geld beachtlich vermehren konnte. So flossen Millionen Britische Pfund der Firma zu, die diese wiederum erfolgreich investierte. 

Singer sicherte Investoren und Käufer scheinbar gegen nahezu jedes Risiko ab. Man konnte nur gewinnen – glaubte man – und investierte weiter. Mit der ersten „Millionärs“-Auktion im November 1958 war er kurz vor dem Ziel. Die Gazetten der Welt berichteten über seine Auktion und eine legendäre Party, bei der 200 Flaschen besten Champagners die 200 oder mehr Gäste erfreuten, ebenso wie der in Russland bestellte Kaviar oder die aus Paris eingeflogenen „Damen der Nacht“. 
Anfang Mai 1959 wurden Singer & Shanahan zum Gipfelstürmer: Es gelang Singer, die weltgrößte Briefmarkensammlung des Tabak-Tycoons Maurice Burrus zu erwerben. Der Erfolg schien nicht mehr zu stoppen. Bis in der Nacht vom 8./9. Mai ein mysteriöser Einbruch dieses Erfolgsmärchen abrupt beendete: Die Verkaufsware der angekündigten „Mystery-Collection“, einer einmaligen riesigen Sammlung von Lombardei-Venetien, wurde gestohlen, die Auktion zur 5-Jahr-Feier des Unternehmens abgesagt. Es folgten die längsten und teuersten Untersuchungen und Prozesse in der Geschichte Irlands. Mit einem höchst ungewöhnlichen Verlauf …
Diese spannende und in ihrer Form wohl einmalige Geschichte wird in dem neuen 187-Seiten-Hardcoverbuch in gebotener Ausführlichkeit dokumentiert, wobei der Autor – ein bekannter Philateliehistoriker – dabei auch bisher völlig unbekannte Informationen, z.B. zur Herkunft der Singerfamilie, mit einbringt. Ebenso ungewöhnlich ist eine vollständige Bibliografie aller Kataloge des damaligen Auktionshauses, denn heute sind meist nur die letzten, nicht aber die ersten bekannt. Darunter befindet sich sogar der nie versandte Auktionskatalog zur geplanten 2. Burrus-Auktion vom 13. Juni 1959, einer Auktion, die nie stattfand und deren Kataloge fast restlos vernichtet wurden. 
Selbst der letzte noch lebende Zeitzeuge, ein früherer Mitarbeiter der Firma Shanahan, Sydney Glass, wurde vom Autor zum Interview gebeten und seine überraschenden Ansichten finden sich ebenfalls in diesem Buch wieder wie so viele andere bis heute nie vollständig geklärte Angaben, die in diesem Werk eingehende Behandlung und vielfach auch Richtigstellung erfahren. Es ist – nicht nur wegen seiner Zahl beeindruckender Illustrationen – ein unterhaltsames Buch, fast schon ein Krimi, der aufzeigt, was passieren kann, wenn Auktionatoren den „Pfad der Tugend“ verlassen. 
Format DIN A4, 187 Seiten, in Farbe, Festeinband. Erschienen als Sonderband 15 in der Reihe „Chronik der deutschen Philatelie“ 2019.